Co-Laborativ

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Co-Laborativ

'Co-Laborativ' (visit english version) (Michaela Andrae, Beat Rossmy, Franziska Wirtensohn, Michael Wittmann) beschäftigt sich mit dem Sinnbild einer neuen technologischen und sozialen Revolution, dem 3D-Druck.

Wie viele neue Technologien scheinen auch 3D-Druck und OpenSource verändertes und optimiertes Denken und Handeln zu ermöglichen. Spinnt man den Gedanken weiter, genügt in Zukunft ein Knopfdruck um jedes denkbare Produkt selbst zu drucken. OpenSource basiert darauf Information im Netz für jeden bereitzustellen, sodass diese heruntergeladen, ausprobiert und weiterentwickelt werden können. Der Einzelne wird nun Teil eines Netzwerks.

In unserer konzeptuellen künstlerischen Auseinandersetzung entstand 2015 ein raumgroßer, von uns manuell und performativ betriebener 3D-Drucker. Wir haben die Struktur des 3D-Druckes und den damit verbundenen OpenSource-Gedanken in einen Raum übersetzt. Eine räumliche Struktur entsteht, die unser Denken und Handeln bestimmt. Wichtig dabei ist, dass wir in der Struktur Akteure werden. Jeder trägt ein Stück zu der gemeinsamen Konstruktion bei. Dadurch thematisieren wir bewusst unsere Kooperation und Produktion als Kunstschaffende, die gemeinsam im Kollektiv handeln.

Ist das klassische Künstlerbild von einem in die Welt sendenden Genie überhaupt noch gültig oder wird es durch gemeinsames Handeln in einem Netzwerk abgelöst?

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Mail: kontakt@co-laborativ.net

Idee, alle Videos und Fotos unter Lizenz CC by-sa

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It's a total revolution!

Zur Jahresausstellung der Akademie der Bildenden Künste München entstand 2015 ein raumgroßer, von uns manuell und performativ betriebener 3D-Drucker.

Akteure

Wir sind Akteure in der von uns selbst geschaffenen Struktur. In unserer künstlerischen Tätigkeit tritt Kommunikation und Kooperation in den Mittelpunkt.
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Dauerperformance

Im ersten Druckdurchgang wird 10 Tage lang ein Kalibrierungswürfel gedruckt. Dies ermöglicht eine genaue Überprüfung der korrekten Seitenverhältnisse des Druckers.
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User Manual

Arbeitsschritte

  1. Eingeweichtes Zeitungspapier wird mit Wasser, Kleister und Gips vermischt
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  2. Die entstandene Masse wird zu Kugeln geformt
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  3. Der Drucker wird auf seinen Achsen in die richtige Position gefahren
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  4. Das Material wird in den Extruder geworfen
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  5. Der Drucker druckt auf die gewünschte Position
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  6. Wiederholen der Arbeitsschritte, bis Druckauftrag fertiggestellt ist
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  7. Detailansicht Druckerzeugnis
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  8. Ein Lüftungssystem beschleunigt den Trocknungsvorgang
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  9. Pause: die Akteure können sich erholen
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Interface

Der 3D-Druck als Technologie, die größtenteils aus der OpenSource Bewegung entstammt wirft Fragen von Teilhabe und Mitbestimmung auf. Wer ist der Urheber einer Idee? Wer beteiligt sich aktiv an einem Entwicklungsprozess? Wer konsumiert nur Ergebnisse? Richard Stallman stellt dazu das Postulat auf, man habe den Unterschied zwischen Konsum und Mitbestimmung mit dem Unterschied zwischen „Freibier und freie Meinungsäußerung“ verstanden. Wie ist offene, echte Beteiligung möglich? Der Besucher entscheidet ob er „nur“ zuschaut und konsumiert oder ob er aktiv teilhat. Gibt es keine aktive Teilhabe, steht der Prozess still. Die räumliche Konstruktion und wir stehen darin still. Unser Handeln wird vom Besucher gesteuert. Interaktion involviert. Sie lässt Handlungsspielräume eines/r jeden Einzelnen erkennen und ermöglicht dem Besucher das Mitbestimmen ablaufender Prozesse.

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Als Akteure führen wir repräsentative Handlungen durch, mit denen sich die Betrachter identifizieren können. Muster und Funktionsweisen von Kommunikation und menschlicher Interaktion werden sichtbar. Nicht ohne Selbstironie betrachten wir menschliches Tun und Zusammenleben, gruppendynamische Prozesse mit viel Aufwand für unklaren Nutzen. Das Publikum ist mit einbezogen, kann die Rhythmik und die Richtung der Bewegung der Performance steuern. Das klassische Künstlerbild von einem in die Welt sendenden Genie wird durch gemeinsames Handeln in einem Netzwerk abgelöst.

Die Mensch-Maschinen-Interaktion findet über ein Modell statt, auf das der Benutzer ein entsprechend gefärbten Klotz setzt. Über dieses Interface wird der Druckvorgang gestartet.

  1. Der Druckvorgang wird vorbereitet
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  2. Ein neuer Stein wird den Besuchern zur Verfügung gestellt
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  3. Über das Setzen des Steins werden neue Druckkoordinaten festgelegt
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  4. Diese werden vom Modell auf die Druckplatte übertragen
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  5. Die Übertrageung findet über eine codierte Kommunikation und die daraus resultierende Justierung der Achsen statt
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  6. Der Benutzer bestimmt das Druckergebnis
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Specifications

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Manufactor Co-Laborativ
Model It’s a total revolution!
Technology manually; by hand
Price of all materials approx. 1000€
Annual service costs approx. 150 €
Size 6000mm x 6000mm x 4000mm
Weight approx. 700kg
Build Envelope 2500mm x 25000mm x 1750mm
Materials papier-maché, paste, cast
Material cost old newspaper (for free); paste (100g ~ 5€); cast (10kg ~ 5€)
Speed up to the user; approx. 20 dm³per hour; maximum X and Y axis speed 500 mm/s
Accuracy up to the user; diameter of nozzle 7 cm, minimum feature size 20 cm, 3 cm positioning accuracy, layer thickness 4 cm
Finish rough
Volume of printed parts to replicate endless